WB REALSCHULE IN KÖLN

Realschule in Holzkonstruktion
 

 

Das neue Schulgebäude positioniert sich entlang des Kolkrabenwegs. Die durchgängige Erdgeschosskante vermittelt straßenräumlich eine klare städtebauliche Raumbildung.

Durch die Aufgliederung der Obergeschosse in vier Kuben wird die strenge Kante aufgebrochen, das Gebäude erhält eine Leichtigkeit und ermöglicht eine Orientierung und Identifizierung.

Die ausragende Kube über der Gebäudekrümmung signalisiert den Eingang. Der Vorbereich ist aufgeräumt und funktional gegliedert, bietet zudem Raum als Treffpunkt für Schüler, Lehrer und Eltern. Desweiteren bietet die  großzügige Vorzone Platz für Fahrradständer. 

 

Große Holz-Fachwerkkonstruktionen bilden das Tragwerk für die ausragenden Kuben und führen zu frei zonierbaren Grundrissen. Die asymmetrischen Stabkonstruktionen bilden sich in den Fassaden ab und geben den Kuben ihren markanten Ausdruck, die den Eindruck von Baumhäusern im Geäst erwecken. Das gesamte Gebäude beruht auf einem Raster von 1,25 m.

Die Deckenkonstruktionen sind als Holzbetonverbunddecken, die Dachkonstruktion als reine Brettstapeldecken geplant. 

 

Für die erforderliche Wärmeversorgung wird ein Flächenabsorber unterhalb der Sporthalle und des Kellerbereiches positioniert. Hier ergibt sich eine Gesamtfläche von ca. 3.400 m². Der Absorber ist an eine Wärmepumpe und Lüftungsanlage gekoppelt, die erforderliche Temperierungen vornehmen. Die Wärmeübergabe in den Räumen erfolgt über die kontrollierte Be- und Entlüftung.

Eine natürliche Querlüftung sorgt in den Sommermonate für eine Entladung der Bauteile.

 

Die solarthermische Anlage auf dem Sporthallendach dient der Warmwasserbereitung für die Duschen. Der geringe Warmwasserbedarf in der Schule wird elektrisch mit Untertischgeräten erzeugt.

 

Die Verschattungsstudie zeigt einen wirkungsvollen Einsatz von Photovoltaik-Modulen auf den Unterrichtskuben. Hier steht eine Belegungsfläche von ca. 1.800m² zur Verfügung. Dies entspricht ca. 80 % der Dachflächen der Kuben. Die Anlage hätte eine Leistung von ca. 340 KWp und könnte ca. 175.000 KWh/a erzeugen. Für die Wärmeerzeugung werden ca. 28.000 KWh/a benötigt. Diese Leistung stellt den Stromanteil der Wärmepumpe bei einer JAZ von 4 dar. Somit könnte die Wärmeversorgung der Schule völlig CO2-Neutral erfolgen. 

 

Sanierung eines Schulverwaltungsgebäudes

  • Aufgabe

    Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1962 und ist über die Jahre in einen desolaten Zustand verfallen. Das Gebäude wies einen großen Misstand in der inneren Struktur sowie den energetischen Kennwerten auf. 

    Die Fassadenkonstruktion ergab im Zusammenhang mit der Einfachverglasung eine den heutigen Ansprüchen nicht mehr gerecht werdende Außenhaut.

    Die Sanierung wurde mit der Auszeichnung vorbildlicher Bauten NRW und einer Anerkennung im Holbaupreis prämiert.

  • Umsetzung

    Der Baukörper wurde im Innenbereich bis in den Rohbauzustand zurückgeführt und wieder mit einer geänderten Struktur wieder neu aufgebaut. Es wurde eine vollständig neue Technik installiert, sowie eine den wärmeschutztechnischen Anforderungen angepasste Außenhaut bebaut.

     

    Das bestehende Konstruktionsraster des Gebäudes wurde im Zuge der Sanierung freigelegt und mit dem neuen  Fassadenraster kombiniert. Die sichtbaren gewordenen Stützen hinter der großzügigen Verglasung gewähren der Bestands-konstruktion weiterhin die tragende Funktion.

  • Materialität

    Die Wärmedämmelemente wurde als Holzrahmenbauelemente vorgefertigt und vor die Bestandsfassade montiert. Die Fassade wurde aus Dreischichtplatte als hinterlüftete Fassade erstellt. 

    Die schlanke Konstruktionstiefe der Verschattung wurde mit der Herstellerfirma neu konzipiert. Dies ermöglichte eine annähernd fassadenbündige und verschattungsfreie Verglasung.

    Die erhöhte Lichtausbeute senkt Strom- und Heizkosten und erhöht die Aufenthaltsqualität in den Innenräumen.

  • Ansicht Süd
  • Eingangsansicht von Osten

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